Es war zu erwarten, dass die Schifffahrtsbetriebe Hensa AG sich gegen das Projekt wehren. Schliesslich hatte Hensa seit Jahrzehnten ein Monopol im Hafen Rapperswil und denkbar wenig daraus gemacht.

aktives Eigenverschulden der Hensa

Eigentlich wäre jedoch diese ganze Übung mit dem Bau einer neuen Steganlage nicht nötig gewesen. 2013 fanden Gespräche mit Stadt und Hensa statt, damals unter Stadtrat Markus Gisler. In diesen Gesprächen einigten sich die meee ag, die Stadt und speziell Hensa darauf, dass Hensa im neuen Mietvertrag für das Hafenareal die Erlaubnis zur Untermiete bekommt. Idee war, dass Hensa einen Platz an die meee ag für ein neues Fahrgastschiff untervermietet. Dieser Deal wurde am Tisch zugesagt.

Leider unterliess Markus Gisler die Formulierung zur Untermiete genau zu Erfassen, so dass Hensa einfach “Untermiete” und nicht “Untermiete an meee ag” im Vertrag stehen hatte.

Der neue Mietvertrag zwischen Stadt und Hensa wurde sodann auf 2014 unterschrieben. Wir nahmen dann Kontakt mit Hensa auf, damit wir die Untermiete realisieren. Die Antwort von Hensa, damals noch von Beatrice Bertschinger, kam postwendend:

Besten Dank für deine E-Mail. Leider kommt für uns eine Untervermietung an Dich als Fahrgastschiffbetreiber nicht in Frage. Ich bitte Dich um Verständnis für diese Entscheidung.

Beatrice Bertschinger, Schifffahrtsbetriebe Hensa AG

Mit dieser Absage hat Hensa uns und auch die Stadtverwaltung verärgert um nicht zu sagen verarscht. Alle Bemühungen Hensa umstimmen zu können und sie auf das “Gentlemen-Agreement” zu verweisen fruchteten nicht. Erst aufgrund dieser marktprotektionistischen Massnahme musste ein neues Projekt lanciert werden. Das ist das heutige Projekt, welches nun wieder von Hensa bekämpft wird.

Die Argumentationen seitens Hensa punkto Sicherheit, Platz, Behinderung der Geschäftstätigkeit Hensa sind lächerlich.

Diese Fläche hätte Hensa 2014 an EVENTSCHIFF vermieten müssen. Machte sie jedoch nicht.